Was ist ein Beratungs- und FörderZentrum? Welchen Auftrag hat es?

Bildung ist Ländersache: Diese Organisationsform ist also in Hessen anders, als in anderen Bundesländern. Dazu kommen noch regionale Unterschiede.

Unser Beratungs- und FörderZentrum ist an der Schule am Budenberg angegliedert. Entsprechend sind hier ebenfalls Förderschullehrkräfte tätig. Sie arbeiten sozusagen im „Außendienst“ der Schule an den allgemeinen Schulen. Im Grundschulbereich von „Mandeln bis Sinn“ sind sie an insgesamt 33 Grundschulen und im Sekundarstufenbereich I an 12 Schulen eingesetzt. Die Lehrkräfte bilden ein „eigenes“ Kollegium.

Die LEITUNG:

Silvia Fladerer, Förderschulrektorin. Das BFZ wird von der Schulleiterin der Schule am Budenberg geleitet.

Der AUFTRAG:

  • nach Möglichkeit die wohnortnahe, selbstverständliche und somit- inklusive- Beschulung von allen Kindern zu begleiten.
  • Beratung von Familie und Schule bezüglich aller sonderpädagogischen Themen.
  • Inklusiver Unterricht und Förderung an allgemeinen Schulen.
  • Betreuung besonderer Projekte wie z.B. die Familienklasse

Wer arbeitet im BFZ?

FÖRDERSCHULLEHRKRÄFTE sind Lehrkräfte, die sich spezialisiert haben. Jeder hat ein Fach wie Deutsch, Mathematik usw. studiert. Wir dürfen es, ebenso wie Grundschullehrkräfte ihr Hauptfach und Haupt- und Realschullehrkräfte alle ihre studierten Fächer, bis zur 10. Klasse unterrichten. In Mathematik und Deutsch haben wir alle eine „Grundausbildung“. Dazu erwerben wir aber auch noch besonderes, studiertes Fachwissen in mindestens zwei „Schwerpunkten“. Diese heißen „Lernen, Emotionale und soziale Entwicklung, Geistige Entwicklung, Sprache, körperliche und motorische Entwicklung, Hören oder Sehen“. Dazu kommen die Bereiche Beratung, Medizin, Psychiatrie und Psychologie.

Das ABC des Beratungs- und FörderZentrums

Erste Ansprechpartner/-innen sind immer die Lehrkräfte vor Ort.

Grundschullehrkräfte sind dafür zuständig, die Kinder der Schule zu unterrichten. Auch bezüglich Erziehungsfragen können sie beraten. Sie sind zuständig für alle schulischen Themen. Die Beratung kann das Lernen, das Verhalten oder (Lernen, Verhalten, Arbeitsverhalten, Sozialverhalten uvm.) betreffen. Es geht um Schwierigkeiten genauso wie um hohe Begabung, die besondere Förderung benötigt. Fördern und Fordern gehören zusammen.

Meist lernen die Lehrkräfte der allgemeinen Schule- gemeinsam mit den Förderschullehrkräften, Sie und Ihre Kinder oft schon im Kindergarten kennen. Wir können Sie dann beraten über eine mögliche Teilhabeassistenz, Netzwerk von Ärzten, Erziehungsberatung, …

Ein Rat bedeutet dann: Wir sprechen mit Ihnen, weil wir ein bestimmtes Wissen haben. Aber der Spezialist für Ihr Kind sind Sie. Darum werden wir auch immer versuchen, möglichst intensiv mit Ihnen zu sprechen. Eventuelle Maßnahmen erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen.

Wenn sich über längere Zeit abzeichnet, dass die Probleme des Kindes bestehen bleiben, oder wenn die Themen explizit sonderpädagogisch zu sein scheinen, können die Beteiligten die Förderschullehrkraft vor Ort miteinbeziehen. Hier geht es um eine beratende Begleitung. Offiziell heißt das dann „Vorbeugende Maßnahme“.

Auch in Fragen zu einer Feststellung eines Anspruchs auf sonderpädagogische Förderung wird gemeinsam mit ihnen, der Schule und der BFZ-Lehrkraft beraten. Dies ist ein weiteres Arbeitsfeld unserer sonderpädagogischen Arbeit.

Wir stehen dem Kollegium der allgemeinen Schule beratend zur Seite. Wir diagnostizieren, beraten und fördern je nach Ressource. Ein Teil unserer Zeit ist explizit für die Beratung ausgewiesen.

Natürlich können Sie als Eltern uns auch immer direkt ansprechen, wenn sie Fragen haben. Fragen Sie im Schulsekretariat Ihrer Schule nach den Ansprechpartner/innen oder schauen Sie auf diese Übersicht.

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